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Aktuelles

Buch gegen Winterjacke. Eine Satire


Vor einiger Zeit waren schlaue Politiker eines südlichen Bundeslandes auf die Idee gekommen, Bücher als Artikel des täglichen Bedarfs zu deklarieren, Kleidung – mit Ausnahme von Schuhen - dagegen nicht.

Für Bekleidungsgeschäfte galt fortan die 2G-Regelung, während man in Buchhandlungen auch ungeimpft einkaufen konnte.

Dies hat ein Verwaltungsgericht jetzt für rechtswidrig erklärt und den Politikern damit sinngemäß verbeschieden: Seid ihr eigentlich komplett deppert?

Fortan gilt also: Im Winter ist die warme Jacke nicht weniger wichtig als der neueste Island-Krimi.

MP S versteht die Welt nicht mehr.

„Dieses Urteil kam völlig überraschend für uns und ist in seiner Radikalität auch nicht mehr nachvollziehbar. Wir werden die Situation angemessen vom Polizeihubschrauber aus mit 1000 Beamten beobachten lassen.“

Und weiter:

„Dabei hatten wir den Leuten doch, quasi als Ersatzbefriedigung, extra angeboten, dass sie täglich ein neues paar Schuhe kaufen können. Undankbares Pack!“

Jetzt soll also nachjustiert werden. Kinder bis 14 Jahre dürfen ohne 2G zu Zara, Pimkie oder H&M gehen. Ältere Menschen dagegen sollen sich zunächst aus ihrem häuslichen Kleiderschrank bedienen.

MP S dazu noch einmal wörtlich:

„Bei den alten Leuten hängt ja sowieso so viel ungetragene Kleidung im Schrank, die sollen sie jetzt erst einmal aufbrauchen, bevor sie sich was neues kaufen“.

Es bleibt also spannend.

Wolfgang Gottwald